Einführung

Wer glaubt wem was?
Glaube entsteht bei religiösen Menschen gewöhnlich nicht als eigenständige Gotteserfahrung oder durch selbständiges "Erkennen" Gottes bei der Kontemplation. Glaube wird im allgemeinen durch die soziale Umgebung, durch eine andere Gruppe oder durch einzelne Lehrer gelehrt, vermittelt oder nahegelegt.
Da die meisten Menschen begrenzte Urteils- und ggf. Widerstandskraft gegen Vorgaben und Sichtweisen aus ihrer Peergroup entwickeln, entspricht der Glaube einer Person in den meisten Fällen dem Glauben seiner Peer Group, seiner Sippe, seines Volkes. Dieser Einfluss der Umgebung ist nicht nur bei religiöse Fragen zu beobachten, sondern auch bei kulturellen, philosophischen, ethischen Fragen, Umgangsformen und Einstellungen in ähnlicher Weise.
Muss Glaube deswegen ein Irrtum sein? Ist es überhaupt möglich, nicht zu glauben? Auch Atheismus ist schließlich ein Glaube, der Glaube, dass es keinen Gott gibt (ohne darüber gesprochen zu haben, was Gott alles sein könnte)? Wie viele Aussagen übernehmen wir aus unserer Umgebung, ohne sie prüfen zu können und glauben sie?

Trotz unserer umfangreichen Wahrnehmungsorgane und Sinne nehmen wir immer nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit wahr. Wer nur glauben würde, was er sieht, würde sich unnötig einschränken, da überliefertes Wissen in vielen Bereichen Handlungen ermöglicht, die auf dem "blinden Vertrauen" in dieses Wissen basieren und unsere Möglichkeiten und Freiheiten maßgeblich erweitern. Auch ein Ingenieur glaubt diversen Büchern und Untersuchungen, wenn er sich "blind" auf die verwendeten Formeln verlässt und wenn er mit Hilfe dieser Formeln Bauwerke und Maschinen entwickelt, von deren zuverlässigen Funktionieren Menschenleben abhängen können.
Freilich ist es ein Unterschied, ob die Informationen, denen wir vertrauen bzw. glauben, mit vergleichsweise soliden wissenschaftlichen Methoden verifiziert worden sind, oder ob sie lediglich den Gedanken charismatischer Persönlichkeiten entsprungen sind und ein Abgleich mit der Realität schwer möglich ist.

Anders als Tiere können Menschen erworbenes Wissen und Informationen an nachfolgende Generationen oder an andere Menschen weitergeben. Vermutlich begründet diese Eigenheit mehr als andere Eigenschaften des Menschen seine relativ herausragenden Möglichkeiten und Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Lebewesen auf diesem Planeten. Mit anderen Worten ist kein einzelner Mensch lediglich aus sich heraus und ohne Wissen von anderen Menschen vermittelt zu bekommen auch nur Ansatzweise in der Lage, die Möglichkeiten des Umgangs mit dem Leben zu entwickeln, die der Menschheit heute zur Verfügung stehen. Dieses Angewiesensein auf das Wissen der Sippe mag ein verständlicher Grund dafür sein, dass die meisten Menschen dem viel Gesagten oft viel mehr vertrauen, als dem eigenen Verstand.
Das betrifft natürlich all die technischen Errungenschaften wie die Häuser, in denen wir leben, die Helfer im Haushalt, die Produktionsmaschinen unserer Güter und neben den Kommunikationsgeräten und den Verkehrsmitteln noch vieles mehr.

Aber es betrifft auch die Kultur des Umgangs der Menschen untereinander, die Organisation in Gemeinschaften und Staaten (die leider derzeit weltweit massiv gestört ist), also alle sozialen Belange einer Gemeinschaft.
Und es betrifft den Umgang eines Menschen mit sich selbst, seinen Gefühlen, der Selbstorganisation, der Selbstmotivation, Freude und Enttäuschung und vieles mehr, was jeder Mensch mit sich selber ausmachen muss. Wir können das teilweise "Psychologie" nennen oder mit "Seelischen Belangen" umschreiben (was immer Seele auch sei).
Es gibt in den sozialen und psychologischen Disziplinen zwar auch eine Heerschaar von Forschern, die nach wissenschaftlichen Methoden die Wirklichkeit und methodische Ansätze zu beschreiben suchen. Anders als im Falle der Physik und anderen wissenschaftlich relativ gut handhabbaren Disziplinen fällt bereits hier die eineindeutige Beschreibung der Realität und die Bewertung beispielsweise sozialer Systeme und individueller Motivationsstrategien nicht mehr so leicht.

Alleine die Beschreibung oder Erklärung des Phänomens des menschlichen Bewusstseins zum Beispiel ist bislang bei weitem nicht oder nicht überzeugend gelungen. Alles was Gehirnforscher oder Entwickler so genannter künstlicher Intelligenz hierzu hervorbrachten, waren Aussagen und Erkenntnisse, die das Empfinden eines Menschen kaum wirklich berührten. Es mag beeindruckend sein, zu sehen, welche Regionen des Gehirns aktiv werden, wenn ein Mensch das Bild eines attraktiven gegengeschlechtlichen Menschen erblickt. Es mögen aus diesen Erkenntnissen auch psychologisch relevante Rückschlüsse gezogen werden. Aber vom Erleben und Empfinden eines Menschen sind diese Ergebnisse weit entfernt. Jedes gute Psychologie-Buch, welches sich aus individuellen Erfahrungen eines begabten Psychologen oder eines lebenserfahrenen Autors speist (welche schwer mit wissenschaftlichen Methoden verifiziert werden können) ist den meisten Menschen mehr Lebenshilfe, erreicht einen Menschen tiefer in seinem Empfinden, in seinen seelischen Bedürfnissen, als die bisherigen wirklich wissenschaftlichen Erkenntnisse der Soziologie, Psychologie und Gehirnforschung.

Bereits was Bewusstsein ist und wie es entsteht, konnte wie gesagt mit wissenschaftlichen Methoden beim besten Willen nicht beschrieben oder erklärt werden. Dabei erlebt jeder Mensch jede wache Sekunde dass er da ist, dass er er selber ist, dass er fühlt, sich freut, leidet, strebt, Dinge will oder nicht will, und so weiter. Ein Roboter könnte einprogrammierte Gefühlsausdrücke mit künstlicher Stimme von sich geben. Kein vernünftiger Mensch würde ihm diese Gefühle glauben, ihm ein Bewusstsein im menschlichen (oder eventuell auch tierischen) Sinne zutrauen.
Wer mit diesem Fakt, mit diesem Erleben rein wissenschaftlich umgehen will, der müsste konstatieren, dass diese Phänomene bislang nicht annähernd erklärt und verstanden sind und dass jegliche Erklärungsmuster oder Bilder hierzu im Sinne einer Verpflichtung zur ausschließlich verifizierbaren Wahrheit abzulehnen seien.
Das betrifft nebenbei auch die Ablehnung einer Erklärung, welche das Bewusstsein alleine als das Resultat elektrischer/chemisch-physikalischer Vorgänge in unserem Gehirn beschreiben will. Auch für eine derartige Sichtweise gibt es keinerlei schlüssige Beweise.
Aber werden Menschen damit glücklich, dass wesentliche Bereiche des Lebens einfach unbeschrieben bleiben und daher nicht diskutiert werden dürften? Gibt es nicht eine Möglichkeit, mit diesen wesentlichen Bereichen des Lebens kreativ und einfühlsam umzugehen, wenn dadurch erkennbar das Leben und Zusammenleben erleichtert werden kann? Ist der Nachweis der Realitäts-Übereinstimmung das einzige und maßgebliche Kriterium für die Sinnhaftigkeit einer Information, einer These oder eines Glaubens?
Ist nicht auch die Frage mindestens ebenso bedeutend, welche Qualität eine Religion hat, in dem Sinne, wie sie auf die Menschen wirkt, was sie mit den sie lebenden Menschen macht, welche Werte sie vertritt, welche Umgangsformen aus ihr hervorgehen? Gibt es auch jenseits der phsyikalisch wissenschaftlichen Absicherung noch weitere Kriterien, die die "Wahrhaftigkeit" und "Richtigkeit" einer Religion bewerten lassen?

Das Angewiesen-Sein des Menschen auf Überlieferte Informationen ist jedoch auch eine seiner verwundbarsten Stellen. Informationen erweitern die Möglichkeiten eines Menschen. Informationen stehen uns seit jeher und in der heutigen Zeit in ganz besonderem Maße in einer großen Fülle zur Verfügung. Allerdings können wir die Informationen in der angebotenen Fülle selten nachprüfen. Das menschliche Interesse und sein Angewiesen-Sein auf Informationen öffnet eine große Tür für Missbrauch und Betrug. Gezielte Streuung falscher Informationen wird nicht selten zur Durchsetzung von Einzelinteressen eingesetzt. Initiierung von Kriegen, maßgeblich unterstützt durch gezielt gestreute Kriegslügen, sind ein beredtes Beispiel für die gefährliche Wirkung von bewusst gestreuten Falschinformationen. Lobby-Arbeit, Korruption, Pressezensur, Werbung, sind weitere Beispiele, die auf die politische Dimension geleiteter Informationen hinweisen.
In der Bibel ist die Verführung durch die Schlange das erste und bedeutsamste Beispiel für eine Reihe von Lügen und Falschinformationen, welche das Schicksal der Menschheit gemäß der Bibel maßgeblich verändert hat. Dieses Beispiel mag als Analogie für die heute massenhaft in der Werbung und allen Medien präsente Verführung zu einem unmenschlichen Lebensstil, zur Eitelkeit und Selbstüberhöhung so wie der Anleitung zur Gewalt oder Akzeptanz von Gewalt dienen.

Es wäre vermutlich naiv, zu glauben, das Feld der Religion hätte über die Jahrhunderte keine Begehrlichkeiten bei mächtigen Kreisen geweckt und es gäbe keine informellen Versatzstücke fremder Interessen in den verschiedenen religiösen Gruppierungen.

Eines der wirksamsten Werkzeuge des Menschen gegen Irreleitung durch gelenkte oder bewusst gestreute Falschinformationen ist neben dem Herzen am Ende immer noch sein Verstand, seine Wachsamkeit und sein Bemühen, die Richtigkeit von Informationen zu überprüfen oder zumindest die Plausibilität und wahrscheinliche Authentizität der Informationsüberbringer.
In diesem Sinne bleibt es auch einem religiösen Menschen nicht erspart bei der Prüfung religiöser Inhalte seinen Verstand und sein Herz einzuschalten. Am Ende muss jeder Mensch selber Verantwortung für die religiösen Inhalte und Umgangsformen übernehmen, die er für sich annimmt und praktiziert.

Gibt es daher eine Art, Religion zu zu leben und zu kultivieren, bei der die Frage der physischen Richtigkeit der Aussagen nicht mehr so sehr im Vordergrund stehen müsste, bei der vielmehr die Qualität betrachtet wird, die die Ausübung dieser Religion für das Leben der Menschen mit sich bringt? Ist eine Religion denkbar, deren Grundverständnis auch die kritische und eigenverantwortliche Haltung jedes Individuums gegenüber religiösen Aussagen beinhaltet.

Mit diesen Texten auf minimalreligion.de soll ein derartiger Ansatz von Religiosität versucht werden. Es werden im Folgenden auch Bilder entworfen für das so genannte Metaphysische, die einerseits ein Sprechen über psychisches und seelisches Erleben und Selbstverständnis des Menschen zulassen, die aber andererseits so weit gefasst sind und so offen definiert, dass in der Regel auch eine eher materialistische oder logische Erklärung für diese Bilder möglich ist.
Wichtig ist im Sinne dieser Texte, dass die Inhalte nicht einfach geglaubt werden sollen, sondern dass sie den Bedürfnissen einer Gemeinschaft und ihrer einzelnen Mitglieder gerecht werden und in diesem Sinne für alle als Bereicherung wahrgenommen werden. Jeder, der sich mit minimalreligion.de beschäftigt und/oder die Inhalte in gewisser Weise "praktiziert" übernimmt selber Verantwortung für die damit übernommene oder ggf. teilweise übernommene Sichtweise, die ethischen Prinzipien, die daraus folgenden Handlungsprinzipien. Es ist das Ziel von minimalreligion.de, dass ihre "Anhänger" oder "Nutzer" gute Gründe dafür anführen können sollen, dass sie gewisse Sichtweisen übernehmen, ganz Weniges vielleicht auch glauben und im Sinne oder teilweise im Sinne von minimalreligion.de handeln.
Die in diesem Sinne erarbeitete Ethik ist hierbei nicht Ausdruck einer Vorgabe durch das Universum oder einen Gott, sondern sie wird frei durch Menschen, einzeln oder gemeinschaftlich definiert, um ein friedliches und faires Zusammenleben zu ermöglichen und gleichzeitig maximale Freiheit für den einzelnen zu gewährleisten. Die Verantwortung für die Sinnhaftigkeit und Nützlichkeit dieser Ethik übernehmen die Menschen, die diese Ethik entwerfen und die sie leben.

"Seele des Universums"

In diesen Texten tritt an die Stelle des Glaubens an einen geistartigen Gott die respektvolle Haltung gegenüber dem Universum, der Schöpfung und/oder der gesamten sichtbaren und verborgenen Wirklichkeit.
Die "Seele des Universums" wird als Ansprechpartner eingeführt, als Kontaktpunkt zur gesamten Wirklichkeit, in der wir leben. Die "Seele des Universums" meint auch direkt Das Universum in seiner Gesamtheit. Der Begriff "Seele" lässt offen, ob dies ein quasi persönlicher oder individueller Geist sei, der dem Universum als ganzem innewohnt oder es beherrscht oder geschaffen hat (was in diesem Fall dem herkömmlichen Begriff "Gott" sehr nahe käme), ob dies der Charakter, die Energie und das Wirken des Universums sei, oder ob dies lediglich das psychische Wirken des Universums auf den betrachtenden religiösen Menschen sei, sobald dieser die "Seele des Universums" beispielsweise in einem Gebet anspricht.
Das Bilderverbot vieler monotheistischer Religionen und das Verbot mancher Religionen, Gott überhaupt einen Namen zu geben, wird als Ermunterung betrachtet, das was Gott sei, so weit zu fassen, wie dies mit diesem Begriff "Seele des Universums" hier geschieht.
Faktisch ist mit dieser weiten Definition der "Seele des Universums" dessen Existenz nicht mehr anzuzweifeln, da diese im weitesten Sinne das Universum selbst darstellt und mit dem Begriff "Seele" lediglich auf die psychologischen Wirkungen des betenden oder denkenden Menschen fokussiert. Auf der anderen Seite bezieht der Begriff "Seele des Universums" auch die christliche Vorstellung eines geistartigen Gottes als Möglichkeit mit ein. Wer die auf diesen Seiten entwickelten Sichtweisen betrachtet und teilt, kann eine nicht fundamentalistische religiöse (beispielsweise christliche) Einstellung auch dann als durchaus vernünftige Lebenseinstellung betrachten, wenn er die reelle Existenz eines geist-Gottes als ungesichert betrachtet.

Die auf diesen Seiten entwickelten Gedanken führen letztendlich auch zu einem ethischen Ansatz.
Eine ganzheitliche und nachhaltige Orientierung an Eigennutz ist wesentliche Motivation und Begründung der dieser Ethik zugrunde liegenden Sichtweisen und Handlungsmuster.
dieser ethische Ansatz beinhaltet gleichwohl keine Denkansätze zur unfairen, ungerechten oder systematischen Übervorteilung anderer.
Die Motivation für ein der Gemeinschaft und deren einzelnen Mitgliedern gegenüber verantwortliches Verhalten und Haltung resultiert aus einer inneren Ausrichtung, die darin auch einen Nutzen für den handelnden Menschen sieht.
In dieser Sicht mag auch ein Stück Glauben enthalten sein, insofern der Nutzen des gemeinnützlichen Handelns für die eigene Person auf psychologischer Ebene vermutlich nicht klar und eindeutig bewiesen werden kann. Allerdings ist diese Frage als Glaubensfrage nicht von zwingender Bedeutung, da es auch viele Menschen gibt, denen ein gemeinnützliches Handeln auch ein inneres Anliegen ist, so dass die Annahme der individuellen Nützlichkeit gemeinnützlichen Handelns auch ohne diesen Glauben von vielen Menschen übernommen werden kann.
Dieser ethische Ansatz wird nicht über einen Willen eines Gottes erklärt, sondern als ein von Gemeinschaften oder Individuen geschaffenes und gepflegtes und Werk. Die Gemeinschaften und Individuen sind auch für die Überwachung der Einhaltung der grundlegenden ethischen Prinzipien zuständig. Eine göttliche Gerechtigkeit im Sinne einer physischen Wirkung wird nicht unterstellt oder erwartet. Dies schließt zwar das mögliche direkte Wirken eines Gottes nicht aus. Die Verankerung der Prinzipien in gesellschaftlichen und individuellen Interessen soll jedoch vermeiden, dass letztendlich ein angesprochener Gott für diese Interessen instrumentalisiert wird.

Ein Teil der ethischen Inhalte sind auf der Homepage www.eigenverantwortlich.de zu finden.

Abgrenzung

Prinzipiell könnte man die auf minimalreligion.de entwickelte Ethik als eine utilitaristische Ethik einordnen. Allerdings distanziert sich minimalreligion.de bzw. der Autor vehement von anderen ethischen Gedankengebäuden, die unter dem Begriff "Utilitarismus" firmieren und eine vermeintliche Gemeinnützlichkeit über verschiedene allgemein postulierte Grundrechte von Menschen oder über Gebühr über das Wohl einzelner Menschen erhebt.

Unter der Bezeichnung "Minimal Religion" gibt es unter Anderem noch zwei weitere völlig unterschiedliche Bedeutungen zu finden:
Eine eher philosophische Abhandlung zum Thema "Autonomie von Staaten" forderte eine "Minimale Religion" (Jean-Jaques Rousseau) als Standard, dem sich jeder Bürger verpflichten solle, um einen ethischen Grundkonsens herzustellen, der ein Zusammenleben ermöglichen oder erleichtern solle.
Dass Russeau den zwangsweisen Beitritt zu dieser "Minimalen Religion" (die nichts mit dieser hier vorgestellten "Minimalreligion" zutun hat) aus gesellschaftlichen Interesse von jedem Bürger fordern will, ist ein typisches Beispiel, wie Religion nicht alleine aus der unvoreingenommenen Suche nach einer transparenten Wahrheit erwächst, sondern aus gesellschaftlichen oder in der Realität häufiger machtpolitischen Interesse heraus entwickelt oder zumindest manipuliert wird

Eine weitere Bewegung, begründet von Mikhail Epstein, kommt aus Russland und ähnelt eher der Grundintention dieser "www.minimalreligion.de": Sie ist ein Versuch oder auch eine Beobachtung einer bereits im Gange befindlichen religiösen Entwicklung, in welcher Menschen frei von staatlichen oder kirchlichen Vorgaben einfach einen Zugang zu einer Religiosität finden, das Christentum grundlegend entschlacken und einen direkten Zugang zum Christlichen oder einfach Gott genannten Gott zu erlangen, frei von vielerlei komplexen Regelwerken, welche die Kirche im Laufe der Zeit angesammelt hat.
Diese Sicht, die ich allerdings noch nicht tiefer studiert habe, scheint vordergründig der Intention von "Minimalreligion" relativ nahe zu stehen.

Von beiden Strömungen distanziert sich die hier vorliegende "Minimalreligion" in der Hinsicht, dass sie in ihrer Entstehung von beiden Denkrichtungen nicht maßgeblich geprägt wurde und dass anders herum die beiden anderen Denkrichtungen mit "minimalreligion.de" nicht verbunden sind.
Um den Begriff "Minimalreligion" im Sinne dieser Seite eindeutig abzugrenzen, kann sie als "minimalreligion.de" bezeichnet werden.

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Veröffentlichung am: 24.06.2014
Letzte Änderung: 24.06.2014
Ulrich Sommer